Weihnachtsgedichte

Das Weihnachtsgedicht spielt bei vielen Menschen Jahr für Jahr in der Weihnachtszeit eine große Rolle. Zu dieser Zeit wird es auf etlichen Weihnachtskarten rund um die Welt geschickt. Es wird aber auch sehr häufig vorgetragen. Beispielweise im Rahmen der Familie unter dem Weihnachtsbaum oder in Schulen.
In der Literatur hatten Weihnachtsgedichte schon immer einen hohen Stellenwert. Dies sieht man daran, dass zahlreiche berühmte Dichter und Schirftsteller im Laufe ihres Lebens u.a. auch Weihnachtsgedichte verfasst haben - sei es nun Advent von Rainer Maria Rilke, Knecht Ruprecht von Theodor Storm, Der Stern von Wilhelm Busch oder Christbaum von Peter Cornelius.

In unserer Sammlung finden Sie aber noch zahlreiche weitere Werke von bekannten und unbekannten Lyrikern. Viel Freude damit!

Weihnachtsgedichte

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Noch einmal ein Weihnachtsfest,
immer kleiner wird der Rest,
aber nehm' ich so die Summe,
alles Grade, alles Krumme,
alles Falsche, alles Rechte,
alles Gute, alles Schlechte -
rechnet sich aus all dem Braus
doch ein richtig Leben raus.
Und dies können ist das Beste
wohl bei diesem Weihnachtsfeste

Autor: Theodor Fontane

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Autor: Joseph von Eichendorff

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit

Eine friedvolle Weihnachtszeit wünscht .....

Autor: Rainer Maria Rilke

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen Euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.

Herzliche Weihnachtsgrüße von .....

Autor: Gustav Falke

Bald ist sie da die Weihnachtszeit,
ich frage dich, bist du bereit?
Lass los den Stress und auch die Sorgen
und freue´ dich wie ein Kind auf Morgen.

Das was die Menschen heute brauchen,
gibt´s nirgendwo zu kaufen.
Gesundheit, Liebe, Hoffnung, Zuversicht,
das gibt´s in den Geschäften nicht.

Ganz einfach mal an andere denken -
oder auch mal ein Lächeln schenken.
Ein liebevolles Herz, ein offenes Ohr,
bringt in dem Anderen ein Strahlen hervor.

Erfreu´ dich auch an kleinen Dingen,
es wird dir sicherlich gelingen.
Denn alles was dich glücklich macht,
bringt der Zauber der Heiligen Nacht!

Frohe Weihnachten Euch allen

Autor: J. Gerding

Welchen Zauber hat dieses Fest,
das uns Schmerz vergessen lässt.
Wo wir froh und milde sind
und im Herzen wie ein Kind?
Wo wir an das Gute glauben
und uns selbst der Angst berauben.
Oh, du weihnachtlicher Segen!
Kannst uns Menschen sehr bewegen.

Autor: H.F.

Strahlend, wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf der zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht” klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt
hinunter auf die ganze Welt.

Autor: unbekant

Sorgen, Stress und Lärm;
am liebsten wär' mir,
dass ich von all dem fern.
Das es ist wie früher,
so wie Oma mir erzählt,
und das es in der Weihnachtszeit
um Besinnlichkeit nur geht!

Autor: André Hartl

Advent - das ist die Zeit,
in der wir viel an andere denken,
denn wir möchten ihnen was Besonderes schenken.
So wollen wir unsere Liebe zeigen
und dann beginnt der bunte Reigen:
Kekse backen, Adventskranz schmücken,
Den Tannenbaum besorgen und bestücken.
Die Lichterkette prüfen, leuchtet sie noch hell?
Falls nicht, wer holt eine Neue – noch ganz schnell?
Haben wir an alles auch gedacht,
denn es wird Weihnacht über Nacht.
Basteln mit den Kinderlein,
auch das darf nicht vergessen sein.
Nach vier atemlosen Wochen:
am Heiligen Abend etwas Besonderes kochen.
Nun ist es soweit, wir kommen zur Ruhe
und vielleicht auch zur Besinnung:
Genießen wir die Weihnachtsstimmung,
die Tage, die vor uns liegen:
gemeinsame Zeit – egal, welche Geschenke wir kriegen.
Und im nächsten Jahr, da schenken wir uns nichts –
das ist versprochen !!!
Ach Kinder, keine Sorge, denn dieses Versprechen,
es wird gebrochen.
Frohe Weihnachten !!!

Autor: Christine Bönninger-Müller

Was, wenn Weihnachten wär,
was, wenn Weihnachten ist?

Tannenduft und Kerzenschein,
sich beschenken und zusammen sein!
Jedem nur das Beste wünschen,
dass Friede werde auf Erden
und die Menschen alle zu einer
großen Gemeinschaft werden.

Was, wenn kein Weihnachten wär,
wenn kein Weihnachten ist?

Immer an das Gute denken,
die eigenen Schritte in Richtung ‚Helfen’ lenken.
Einen Anspruch haben, alle Tage lang:
Bedürft’gen Menschen helfen,
jenen, denen Angst und Bang.

Nicht auf den Kalender sehen
um danach gute Taten zu begehen.
Nicht nur für sich selbst nach dem Besten streben.
Da sind keine Engel die schützend
über den Armen und Leidenden schweben.

Es gibt viel Gutes – nicht Weihnachten tut es.
Tu’ Du es – Alle Tage lang.

Autor: Klaus Dexheimer

Etwas Schöneres als Weihnachten gibt es wohl kaum,
alle sitzen zusammen am Weihnachtsbaum,
schöne Lieder und manch warmes Wort
machen denn Weihnachtsbaum zum schönsten Ort.
Drumm wünsche ich euch ein wunderschönes Fest
aber was noch wichtig ist,
dass ihr das Beschenken nicht vergesst!

Autor: Unbekannt

An Weihnachten ist Freude da,
Freudentränen, kerzenklar.
Wenn Liebe, Glück und Freunde,
Dich weiter bring'n als Geld
Erscheint, das ist nun weihnachtsklar,
das heil'ge Licht der Welt.
Drum will ich dir jetzt sagen,
bleib immer nur du selbst.
Weil du mir mit Glück und Liebe,
So total gefällst
Frohe Weihnacht!

Autor: Krümel

Weihnachtszeit, stille Zeit, vorüber fast das Jahr.
Suche nach Geborgenheit- Erinnerungen nah.
Die Sterne sehn in kalter Nacht,
im Herzen ist es warm.
Weihnachtszeit, Hoffnung erwacht,
dass Träume werden wahr.

Autor: Steffi Adler

Die Weihnachtsglocken schellen,
das Renntier ist in Eile.
So viele Lichter jetzt erhellen,
mit großer Freude man daran verweile.

Der Duft von Zimt und auch der Tanne,
sich im Raum ganz sanft ausbreitet.
Der Punsch steht bereit in der Abendkanne,
nun endlich wird auch die Bescherung eingeleitet.

So herrlich ist die Weihnachtszeit,
auch wenn so manche Erinnerungen erwachen.
Die Freude der Zuneigung als Kostbarkeit,
das Weihnachten schönstes Geschenk ist ein Lachen.

Autor: Thomas Müller

Kurz nur ist die Weihnachtszeit,
der Jahreswechsel nicht mehr weit.
Das neue Jahr soll gut gelingen,
Gesundheit, Glück und Freude bringen.

Autor: Unbekannt

Heute ist Weihnachten und die heilige Nacht,
die manches Wunder schon gebracht.
Mach auf Dein Herz und lass Dich drauf ein,
dann spürst Du den Zauber, fang ihn ein.

Autor: Silvi

Draußen vom Walde da komm ich her,
ich kann euch sagen es weihnachtet sehr.
Die Fenster bunt, das Haus geschmückt,
was jedes Herz wärmstens entzückt.
Doch die Kälte hat's mir angetan,
Mich treibt hierher der Geschenkewahn.
An meiner Nase schon ein Zapfen gerinnt,
So lasset mich wärmen mein gutes Kind.
Und wenn ein paar Plätzchen für mich bedacht,
So hab ich euch etwas mitgebracht.

Autor: Philip K.

Ich wünsche Dir zur Weihnachtszeit,
Viel Freude und Besinnlichkeit.
Familie und ein trauter Ort.
Sehnsucht und manch' liebes Wort,
Lieder, die voll Liebe klingen
und in allen Herzen schwingen.
Der Weihnachtsgeist liegt in der Luft,
mit seinem zarten, süßen Duft.
Denn Weihnachten ist Plätzchenzeit,
Liebe, Glück und Fröhlichkeit!

Autor: Philip K.

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst ein, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Ergänzend:
Und wenn die fünfte Kerze brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt!

Autor: unbekannt

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen
und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu'n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.

Autor: Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Von drauß vom Walde komm ich her.
ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen.
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
Knecht Rupprecht, rief es alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell


Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan.
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn.
und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder weihnachten werden!

Ich sprach: O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat.
Hast denn das Säcklein auch bei dir?
Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.
Hast denn die Rute auch bei dir?
Ich sprach: die Rute die ist hier.
Doch für die Kinder, nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.

Christkindlein sprach: So ist es recht.
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!

Von drauß, vom Walde komm ich her,
Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!
Nun sprecht wie ich's herinnen find:
sind's gute Kind, sind's böse Kind?

Autor: Theodor Storm

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
Mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
Denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
Schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
Denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Autor: Anna Ritter

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Prangst du, schöner Weihnachtsbaum,
Meiner Kindheit goldner Traum?
Strahlst du, süsses Himmelslicht,
Das die Heidenwelt durchbricht?
Bist du, Sehnsucht aller Frommen,
Heut zur Welt herabgekommen?

Ja, es kam ein Kindlein klein,
Dass wir sollten selig sein:
Denn aus diesem Kindlein klein
Glänzte heller Gottesschein,
Engel klangen Jubellieder
Auf die dunkle Erde nieder.

Herrlich ging der Morgenstern
Alles Lichtes auf vom Herrn.
Über alle Welten weit
Jauchzt und klingt und singt es heut
Hell aus Millionen Seelen,
Was die Engel sich erzählen.

Schau' mein Herz, schau fromm und still
Was der Baum dir sagen will:
Dass der süsse Jesus Christ
Heut zu uns gekommen ist,
Dass, dem alle Engel dienen,
Als dein Bruder ist erschienen.

Bete, schaue fromm und still,
Was der Baum dir sagen will:
Hell wie dieses Tages Schein,
Hoch und hell und klar und rein
Soll der Christen fröhlich Leben
Von der Erd' zum Himmel schweben.

Autor: Ernst Moritz Arndt

Hätt einer auch fast mehr Verstand,
Als wie die drei Weisen aus Morgenland,
Und ließe sich dünken, er wär wohl nie
Dem Sternlein nachgereist wie sie;
Dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
Seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
Fällt auch auf sein verständig Gesicht,
Er mag es merken oder nicht,
Ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.

Autor: Wilhelm Busch

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht!“

„Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.“

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König‘ mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

Autor: Eduard Mörike

Wie schön geschmückt der festliche Raum!
Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Die Mutter sitzt in der Kinder Kreis;
nun schweiget alles auf ihr Geheiß:
sie singet des Christkinds Lob und Preis.

Und rings, vom Weihnachtsbaum erhellt,
ist schön in Bildern aufgestellt
des heiligen Buches Palmenwelt.

Die Kinder schauen der Bilder Pracht,
und haben wohl des Singens acht,
das tönt so süß in der Weihenacht!

O glücklicher Kreis im festlichen Raum!
O goldne Lichter am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Autor: Peter Cornelius

Ich sehn' mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei's Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön'
ein's jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd' still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Autor: Hermann Hesse

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
„Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!“

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindlein’s Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und so zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Autor: Ernst von Wildenbruch

O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
aufschau ich zum Himmel
in leisem Gebet.

Da funkelt von Sternen
ein himmlischer Baum,
da jauchzt es im fernen,
ätherischen Raum;
da lassen die Sphären
in seligen Chören
glückwünschend sich hören;
mir klingt’s wie im Traum.

Es führet mit Feuer
Orion den Chor,
die himmlische Leier
töt golden hervor;
dann folgen mit Schalle
die Sternelein alle;
dem lieblichsten Halle
lauscht selig mein Ohr:

„O Erde, du kleine,
du dämmernder Stern,
doch gleichet dir keine
der Welten von fern!
So schmählich verloren,
so selig erkoren,
auf dir ist geboren
die Klarheit des Herrn!”

„Wir wandeln da oben
im ewigen Licht,
den Schöpfer zu loben
ist selige Pflicht;
wir wallen und wohnen
seit vielen Äonen
und himmlischen Thronen
und sündigen nicht.”

„Wir funkeln im alten
urewigen Glanz,
du hast nicht behalten
den himmlischen Kranz;
doch neu dich zu heben
vom Tode zu Leben,
hat dir sich ergeben
der Ewige ganz!”

„Wir kennen nicht Tränen,
nicht Tod und nicht Grab,
doch ziehet ein Sehnen
zu dir uns hinab,
wo liebend gelitten,
wo segnend geschritten
durch niedrige Hütten
dein göttlicher Knab’.”

„Du unter den Welten
wie Bethlehem klein,
in himmlischen Zelten
gedenket man dein.”
So klangen die Lieder
der Sterne hernieder,
da freut ich mich wieder,
von Erde zu sein.

Autor: Karl Gerok

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fern her Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.

Autor: Theodor Storm

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum;
sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heil’ge Christ;
es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt,

und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind;
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
mit Lust aufs allerbest’
und wird sie schön beschenken
zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen noch die Kinder
und sehn es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.

Autor: Robert Reinick

Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall,
ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.

Autor: Gustav Falke

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
Senkst du herab dich, o heilige Nacht;
Was durch Jahrhunderte alles zerstoben –
Du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
Der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
Wird er doch immer aufs neue geboren,
Nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

Selig durchschauernd kindliche Herzen,
Bist du des Glaubens süßester Rest;
Fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
Bist du das schönste, das menschlichste Fest.

Leerend das Füllhorn beglückender Liebe,
Schwebst von Geschlecht zu Geschlecht du vertraut –
Wo ist die Brust, die verschlossen dir bliebe,
Nicht dich begrüßte mit innigstem Laut?

Und so klingt heut noch das Wort von der Lippe,
Das einst in Bethlehem preisend erklang,
Strahlet noch immer die lieblichste Krippe –
Tönt aus der Ferne der Hirten Gesang .....

Was auch im Sturme der Zeiten zerstoben –
Senke herab dich in ewiger Pracht,
Leuchtende du, aus Sternen gewoben,
Frohe, harzduftende, heilige Nacht!

Autor: Ferdinand von Saar

Ein zarter weißer Winterschleier
legt sich bald über Wald und Flur
So wie der Igel und der Weiher
legt sich auch schlafen die Natur

Die Kälte dirigiert die Wellen
bis dass der See in Ruhe liegt
und Demut grüßt an vielen Stellen
bis manche Seel' in Achtung wiegt

Die Stimmung überfüllt den Raume
und Stille spannt die Arme breit
So mancher badet in dem Traume
das Frieden herrscht und Einigkeit

Nun öffnen Herzen weit die Pforten
und lassen auch das Mitleid rein
damit an allen Weihnachtsorten
das Christkind kann zufrieden sein

Autor: Otmar Heusch

Hinweis:

Vielleicht haben Sie selbst bereits Weihnachtsgedichte verfasst, die sie auch anderen Menschen zur Verfügung stellen möchten. In diesem Fall würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese Gedichte zuschicken könnten. Dies geht ganz einfach mit Hilfe unseres Formulars, auf das Sie nach Klicken des folgenden Buttons gelangen. Weihnachtsgedicht eintragen

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