Weihnachtssprüche für Kinder

Viele Erwachsene auf der ganzen Welt freuen sich Jahr für Jahr auf die Weihnachtszeit. Aber gerade für Kinder ist diese Zeit mit noch mehr Vorfreude verbunden. "Schuld" daran sind nicht zuletzt die vielen Bräuche wie z. B. das gemeinsame Backen des Weihnachtsgebäckes, das tägliche Öffnen der Türchen vom Adventskalender, das Herausstellen der Schuhe am Nikolaustag oder der tolle Tannenbaum, der auf einmal das Zuhause schmückt. Man begegnet Weihnachtsmännern auf der Straße. Überall duftet es im Advent nach Zucker und Zimt, und die Tage bis zum Heiligabend vergehen meist wie im Flug.
Der 24. Dezember wird traditionell von vielen Menschen als Familienfest gefeiert. Dabei sitzt man in gemütlicher Runde beisammen, isst, singt Lieder und erzählt sich Geschichten. Der Höhepunkt ist zweifelsohne das Christkind bzw. die Bescherung mit all den tollen Geschenken, die von den Kindern so sehnsüchtig erwartet werden und ihre Augen und Herzen zum Funkeln bringen. Häufig ist es hierbei Brauch, dass die Jüngsten vorher Weihnachtssprüche oder Weihnachtsgedichte vortragen.
Tipp: Die verwendeten Sprüche und Gedichte sollten möglichst kurz sein, um die Merkfähigkeit der Kinder nicht zu überstrapazieren. Und genau hiervon haben wir zahlreiche Texte gesammelt. Sollte der ein oder andere Text noch etwas zu lang sein, empfiehlt es sich, nur einen Teil davon zu verwenden.
Einige der Sprüche und Gedichte eignen sich auch für Karten, die man an die Kinder verschicken kann oder einem Geschenk hinzufügt.

Inhaltsverzeichnis

Weihnachtssprüche für Kinder

Unsere Sammlung kindgerechter Weihnachtssprüche

Die folgende Sammlung wurde speziell für Kinder zusammengestellt. Wir haben darauf geachtet, dass die Sprüche verschiedene Altersgruppen ansprechen, dass sie unterschiedlich lang sind und verschiedene Schwierigkeitsgrade abdecken. Manche sind klassische Verse, die Generationen von Kindern gelernt haben. Andere sind neuere Texte, die zeitgenössische Themen aufgreifen oder einen frischen Blick auf alte Traditionen werfen.

Bei jedem Spruch finden Sie eine Altersempfehlung. Diese ist als Orientierung gedacht, nicht als strikte Regel. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, und manche Vierjährigen können Texte bewältigen, die für andere Sechsjährige noch zu schwer sind. Kennen Sie Ihr Kind und trauen Sie ihm zu, was es schaffen kann - aber überfordern Sie es auch nicht.

Viele der Sprüche eignen sich nicht nur zum Vortragen, sondern auch zum Schreiben in Karten. Wenn Ihr Kind bereits schreiben kann, könnte es den Spruch selbst in eine Karte an die Großeltern schreiben. Diese persönliche Note macht aus einem einfachen Spruch ein kostbares Geschenk. Selbst wenn die Handschrift noch wackelig ist und einige Buchstaben spiegelverkehrt - gerade diese Imperfektion macht die Karte authentisch und berührend.

Abschließend noch ein Gedanke: Weihnachtssprüche für Kinder sind mehr als nur niedliche Verse. Sie sind Teil einer kulturellen Weitergabe, eine Brücke zwischen Generationen. Wenn Ihr Kind heute denselben Spruch lernt, den Sie selbst vor dreißig Jahren aufgesagt haben, entsteht eine Kontinuität, die Kindern Sicherheit gibt. Sie lernen, dass sie Teil von etwas Größerem sind, einer Familie, einer Tradition, einer Geschichte. In einer sich schnell verändernden Welt haben solche Konstanten einen Wert, der weit über die Worte selbst hinausgeht.

Niklaus, Niklaus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schütte deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus.

Autor: unbekannt

Advent, Advent,
Ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
Dann steht das Christkind vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
Dann hast'e Weihnachten verpennt.

Autor: unbekannt

Lieber guter Weihnachtsmann,
Schau mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
Ich will auch immer artig sein.

Autor: unbekannt

Lieber, guter Weihnachtsmann,
Schenk mir einen Schokoladenmann.
Nicht so groß und nicht so klein,
Aber niedlich soll er sein.

Autor: unbekannt

Ruprecht, Ruprecht, guter Gast.
Hast du mir was mitgebracht?
Hast du was, dann setz dich nieder,
hast du nichts, dann geh gleich wieder.

Autor: unbekannt

Lieber guter Weihnachtsmann,
schenk mir einen Kuchenmann,
nicht zu groß und nicht zu klein,
ich will immer artig sein.
Gibst mir einen kleinen,
fang ich an zu weinen!

Autor: unbekannt

Hohoho, der Weihnachtsmann ruft liebe Kinder: Kommt her, die Geschenke sind so schwer."

Autor: dj michael

Nichts Böses tun an den Adventstagen,
sonst gehn die Wichtel es dem Weihnachtmann sagen.

Autor: Weihnachtsmann

Weihnachtsmann, oh Weihnachtsmann
wie ich dich gut leiden kann.
Kommst mit Geschenken jedes Jahr,
und bist immer pünktlich da.
Du machst alle Kinder froh,
darum mögen wir dich so.

Autor: Angelina

Weihnachten, ein schöner Traum,
Du siehst nun Deinen ersten Weihnachtsbaum.
Die Lichter, sie brennen in hellem Schein,
das Christkind schaut ins Herz Dir hinein.

Geschenke, sie sind Dir noch nicht wichtig,
doch lachen und freuen kannst Du Dich richtig.
Die Kerzen erlöschen am Abend zur Nacht,
wenn Du wirst wieder zu Bett gebracht.

Weihnachten, ein schöner Traum,
von Deinem ersten Weihnachtsbaum.

Autor: Brigitte Karkutt

★☆Ich bin noch viel zu klein, mir fällt kein Verslein ein!☆★

Autor: caro

In diesen besinnlichen Tagen
bin ich mich am fragen,
warum habe ich so durst?
Ich glaube ich brauch ne saftige Wurst

Autor: - Der Boss

Die Nacht vor dem heiligen Abend, da liegen alle Kinder im Traum. Sie träumen von schönen Sachen und von dem Weihnachtsbaum.

Autor: unbekannt

Zu Weihnachten da geht es rund,
Die Häuser leuchten kunterbunt,
Da bleibt auch der Stress nicht aus,
Deshalb bleibe ich auch zu Haus.

Autor: Sailer Niklas

Der Vater schmückt den Kranz,
die Mutter kocht die Gans,
der Bruder deckt den Tisch,
Die Plätzchen duften frisch.

Autor: Alexander Kott (10)

Der Wald ist weiß und voller Schnee, ich glaube, ich hab den Weihnachtsmann gesehen. Frohe Weihnachten!

Autor: Pummeleinhorn

Wenn es draußen stürmt und schneit ist der Weihnachtsmann nicht weit.

Autor: Freddy

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut - die Kuchen sind schon voll -
Er streut - na, das wird munter:
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute;
Fangt auf, holt Schüsseln - ihr glaubt es nicht?
- Ihr seid ungläubige Leute!

Autor: Paula Dehmel

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
Mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
Denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
Schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -
Denkt ihr, er wäre offen der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Autor: Anna Ritter

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach' dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm' doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Autor: unbekannt

Ich sag dir lieber Weihnachtsmann,
was ich schon alles machen kann.
Denn dafür rücke ganz schnell raus,
meine tollen Geschenke, mit Saus und Braus!

Autor: unbekannt

Wann ist wohl Weihnachtszeit?
Wenn es draußen tüchtig schneit,
wenn wir Nüsse knacken,
wenn wir Plätzchen backen,
wenn wir mit der Mutter singen,
wenn alle Glocken klingen,
wenn alle Welt sich freut,
ja dann ist Weihnachtszeit!

Autor: unbekannt

Wenn die Honigkerze brennt
Und ich rieche den Advent,
Öffne ich das erste Tor,
Hol' den Stern aus Stroh hervor.

Steche Butterplätzchen aus,
Freu mich auf den Nikolaus,
Such mein graues Kuscheltier,
Pack es ein in Glanzpapier.

Finde Warten schrecklich schwer,
Staun ins Weihnachtslichtermeer.

Autor: unbekannt

Das einst ein Kind auf Erden war,
Christkindlein kommt noch jedes Jahr;
kommet vom hohen Sternenzelt,
freut und beglückt alle Welt!

Mit Kindern feiert's froh den Tag,
wo Christkind in der Krippe lag;
den Christbaum zündet's überall,
weckt Orgelklang und Glockenschall.

Christkindlein kommt zu arm und reich,
die Guten sind ihm alle gleich.
Danket ihm denn und grüßt es fein,
auch euch beglückte Christkindlein!

Autor: Peter Cornelius

Bald ist Weihnacht, wie freu' ich mich drauf,
Da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf.

Es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern',
Wie haben wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Autor: unbekannt

Ich bin kein kleines Kind,
drum wünsche ich mir geschwind
Eine Autorennbahn,
mit der ich ganz toll spielen kann.

Autor: unbekannt

Im Winter, wenn es stürmt und schneit und's Weihnachtsfest ist nicht mehr weit. Da kommt weit her aus dunklem Tann' der liebe, gute Weihnachtsmann.

Autor: unbekannt

Weihnachtsmann wie freu ich mich,
habe lang gewartet auf Dich!
Sind die Geschenke alle für mich?
Das hatte ich verdient - sicherlich!
Nein, es sollen auch welche für meine Lieben sein -
das wär ja sonst gemein!
Weihnachtsmann Du bist der Beste,
dies ist das Schönste aller Feste!

Autor: Mascha

Sprüche für verschiedene Altersstufen - Von 3 bis 12 Jahren

Die Anforderungen an Weihnachtssprüche ändern sich dramatisch je nach Alter des Kindes. Was für einen Dreijährigen perfekt ist, langweilt einen Zehnjährigen - und was ein Zwölfjähriger problemlos lernen kann, überfordert einen Vierjährigen hoffnungslos.

Für Kleinkinder von 3 bis 5 Jahren gilt: Je kürzer, desto besser. Vier Zeilen sind das absolute Maximum, besser sind zwei. Der Rhythmus muss stark ausgeprägt sein, am besten so, dass man dazu wippen oder klatschen kann. Die Wörter sollten einfach und konkret sein - keine abstrakten Konzepte, sondern Dinge, die das Kind kennt und benennen kann. "Tannenbaum", "Kerze", "Stern", "Schnee" sind perfekt. "Besinnlichkeit" oder "Erwartung" sind ungeeignet. Viele Sprüche für diese Altersgruppe funktionieren besser, wenn sie mit Gesten begleitet werden können - das Kind zeigt auf die Kerzen, hebt die Hände wie Sterne oder tut so, als würde es etwas essen. Diese Bewegung hilft beim Merken und gibt dem Kind Sicherheit beim Vortrag.

Grundschulkinder von 6 bis 8 Jahren können bereits längere Texte bewältigen. Sechs bis acht Zeilen sind realistisch, manche Kinder schaffen auch mehr. Jetzt dürfen die Sprüche komplexer werden, können eine kleine Geschichte erzählen oder eine Pointe haben. Reime sind immer noch wichtig, aber nicht mehr absolut notwendig - manche Kinder in diesem Alter schätzen bereits freiere Formen. Der Wortschatz darf anspruchsvoller werden, sollte aber immer noch altersgerecht bleiben. Kinder in diesem Alter wollen oft verstehen, was sie sagen, und fragen nach der Bedeutung unbekannter Wörter. Das ist eine gute Gelegenheit, spielerisch den Wortschatz zu erweitern.

Ältere Kinder von 9 bis 12 Jahren befinden sich in einer Übergangsphase. Manche nehmen noch begeistert an traditionellen Weihnachtsbräuchen teil, andere finden sie zunehmend "kindisch". Sprüche für diese Altersgruppe sollten etwas anspruchsvoller sein, vielleicht einen Hauch Ironie oder Humor enthalten, der zeigt, dass man das Kind ernst nimmt. Ein Spruch, der ein wenig augenzwinkernd die Tradition kommentiert, kommt oft besser an als naive Lobpreisungen des Christkinds. Gleichzeitig sollte der Spruch nicht zynisch sein - diese Kinder sind zwar keine Kleinkinder mehr, aber auch noch keine Teenager. Die richtige Balance zu finden ist hier die Kunst.

Wie Kinder Sprüche am besten auswendig lernen

Das Auswendiglernen von Weihnachtssprüchen kann eine Freude sein oder zur Qual werden - je nachdem, wie man es angeht. Kinder lernen fundamental anders als Erwachsene, und wer diese Unterschiede berücksichtigt, macht allen Beteiligten das Leben leichter.

Wiederholung ist der Schlüssel, aber sie muss spielerisch erfolgen. Kinder haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Eine halbe Stunde am Stück zu üben führt nur zu Frustration. Besser sind viele kurze Einheiten über den Tag verteilt. Beim Frühstück einmal aufsagen, auf dem Weg zum Kindergarten nochmal, abends vor dem Schlafengehen wieder. Diese verteilte Übung ist effektiver als intensives Pauken und macht mehr Spaß.

Visualisierung hilft enorm. Malen Sie mit dem Kind Bilder zu den einzelnen Zeilen des Spruchs. "Advent, Advent, ein Lichtlein brennt" wird zu einem gemalten Adventskranz mit Kerzen. Diese visuellen Anker erleichtern das Erinnern erheblich. Manche Kinder profitieren auch davon, den Spruch in Bewegung umzusetzen - jede Zeile bekommt eine Geste, der ganze Spruch wird zu einer kleinen Choreografie.

  • Singen statt sprechen: Erfinden Sie eine einfache Melodie für den Spruch. Kinder lernen Liedtexte oft mühelos, während sie mit gesprochenem Text kämpfen.
  • Rückwärts arbeiten: Beginnen Sie mit der letzten Zeile, dann die letzten zwei, dann die letzten drei. So erlebt das Kind ständig Erfolgserlebnisse.
  • Lückentexte: Sie sagen den Spruch und lassen das Kind einzelne Wörter ergänzen. Allmählich werden die Lücken größer.
  • Aufnehmen und anhören: Nehmen Sie den Spruch auf und lassen Sie das Kind ihn während des Spielens im Hintergrund hören. Das unbewusste Lernen funktioniert erstaunlich gut.

Wichtig ist: Machen Sie niemals Druck. Wenn ein Kind blockiert, ist der Spruch vielleicht zu schwierig oder das Kind hat gerade andere Sorgen. Zwang erzeugt negative Assoziationen mit Weihnachten und Gedichten, die Jahre überdauern können.

Den perfekten Vortrag vorbereiten - Tipps für Eltern

Der Moment, in dem ein Kind seinen Weihnachtsspruch vor der versammelten Familie vorträgt, kann magisch sein - oder zur peinlichen Situation werden, wenn das Kind sich unwohl fühlt. Die richtige Vorbereitung macht den Unterschied.

Schaffen Sie eine ähnliche Situation beim Üben. Wenn Ihr Kind den Spruch am Heiligabend vor zehn Personen aufsagen soll, dann üben Sie auch vor Publikum - zumindest vor ein paar Geschwistern oder Kuscheltieren. Manche Kinder haben kein Problem damit, vor Menschen zu sprechen, andere erstarren. Diese Neigung zeigt sich bereits beim Üben. Ein Kind, das beim Probelauf vor der Mutter nervös wird, wird vor der Großfamilie erst recht kämpfen. Bereiten Sie das Kind darauf vor, üben Sie mehrmals die Situation, aber akzeptieren Sie auch, wenn Ihr Kind einfach nicht der Typ für öffentliche Auftritte ist.

Die Positionierung ist wichtig. Ein kleines Kind, das zwischen Erwachsenen steht und zu ihnen hochschauen muss, fühlt sich klein und ausgestellt. Besser ist es, wenn das Kind auf einer kleinen Erhöhung steht oder die Erwachsenen sitzen. Augenkontakt auf gleicher Höhe nimmt Druck weg. Manche Familien lassen das Kind vor dem Weihnachtsbaum stehen, was schön aussieht, aber auch bedeutet, dass alle Augen auf das Kind gerichtet sind. Manche Kinder blühen dabei auf, andere verkrampfen. Kennen Sie Ihr Kind und passen Sie die Situation an.

Vereinbaren Sie ein Rettungszeichen. Wenn das Kind stecken bleibt, soll es Sie ansehen, und Sie flüstern die nächste Zeile. Oder Sie sagen den Spruch gemeinsam auf. Diese Sicherheit, nicht allein dazustehen, nimmt viel Angst. Erklären Sie dem Kind vorher, dass es völlig normal ist, den Text zu vergessen, und dass niemand böse sein wird.

Mit Aufregung und Lampenfieber umgehen

Viele Kinder sind vor ihrem Auftritt nervös. Diese Aufregung ist normal und sogar gesund - sie zeigt, dass dem Kind die Situation wichtig ist. Die Frage ist, wie man damit umgeht.

Normalisieren Sie die Nervosität. Erzählen Sie Ihrem Kind, dass selbst berühmte Schauspieler und Sänger vor Auftritten aufgeregt sind. Nervosität ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement. Manchmal hilft es Kindern auch zu wissen, dass die körperlichen Symptome - das Herzrasen, die Schmetterlinge im Bauch - zwar unangenehm sind, aber nicht gefährlich. Der Körper bereitet sich nur auf eine wichtige Aufgabe vor.

Atemübungen können selbst bei kleinen Kindern funktionieren. "Atme ein, als würdest du an einer Blume riechen, und aus, als würdest du eine Kerze auspusten" ist eine Anleitung, die Vierjährige verstehen und umsetzen können. Diese tiefe Atmung aktiviert das parasympathische Nervensystem und beruhigt physisch.

Manche Kinder profitieren von einem "Mut-Gegenstand" - einem kleinen Kuscheltier in der Tasche, einem besonderen Stein, den sie halten können. Diese Objekte geben Sicherheit und lenken die nervösen Hände ab, die sonst zappeln oder an der Kleidung zupfen würden.

Und wenn trotz aller Vorbereitung das Kind vor lauter Aufregung den Text vergisst oder gar nicht erst anfangen kann? Dann ist das auch in Ordnung. Eine liebevolle Familie wird darüber schmunzeln, das Kind trösten und es vielleicht nächstes Jahr nochmal versuchen lassen. Die Erinnerung an einen peinlichen Moment verblasst - die Erinnerung daran, dass die Familie einen auch in schwachen Momenten liebt und unterstützt, bleibt.

Kinder motivieren ohne Druck aufzubauen

Die Balance zwischen Ermutigung und Zwang ist heikel. Natürlich möchten Eltern, dass ihr Kind bei der Weihnachtsfeier glänzt, aber dieses Bedürfnis darf nicht zur Belastung für das Kind werden.

Intrinsische Motivation funktioniert besser als extrinsische. Ein Kind, das einen Spruch lernen möchte, weil es stolz darauf ist, etwas zu können, wird mehr Ausdauer zeigen als ein Kind, das nur lernt, um ein Geschenk zu bekommen oder Lob zu ernten. Wie erzeugt man intrinsische Motivation? Indem man das Lernen selbst zum Spiel macht, indem man gemeinsam lacht beim Üben, indem man dem Kind das Gefühl gibt, dass es eine wertvolle Fähigkeit erwirbt, nicht nur eine Pflicht erfüllt.

Lassen Sie das Kind mitentscheiden. Bieten Sie drei verschiedene Sprüche an und lassen Sie das Kind wählen. Kinder übernehmen mehr Verantwortung für Aufgaben, die sie selbst gewählt haben. Vielleicht möchte Ihr Kind auch gar keinen traditionellen Spruch, sondern selbst einen erfinden? Diese Kreativität sollte gefördert werden, selbst wenn das Ergebnis holpriger ist als ein klassisches Gedicht.

Vermeiden Sie Vergleiche mit Geschwistern oder anderen Kindern. "Deine Schwester konnte das schon mit vier Jahren" ist Gift für die Motivation. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, und Gedächtnisleistung sagt nichts über Intelligenz oder Wert aus.

Warum Reime für Kinder so wichtig sind

Gereimte Weihnachtssprüche sind nicht nur eine nette Tradition - sie erfüllen wichtige kognitive und sprachliche Funktionen in der kindlichen Entwicklung.

Reime schulen das phonologische Bewusstsein, also die Fähigkeit, Laute in der gesprochenen Sprache wahrzunehmen und zu manipulieren. Diese Fähigkeit ist eine Grundvoraussetzung für das Lesen- und Schreibenlernen. Ein Kind, das versteht, dass "Schnee" und "Klee" sich reimen, weil sie dieselbe Endung haben, entwickelt ein Verständnis für die Struktur von Wörtern, das später beim Dekodieren geschriebener Sprache hilft.

Darüber hinaus erleichtern Reime das Auswendiglernen erheblich. Das menschliche Gehirn liebt Muster und Rhythmen. Wenn wir wissen, dass die zweite Zeile sich auf die erste reimen muss, können wir die passende Information leichter aus dem Gedächtnis abrufen. Kinder nutzen diese Eigenschaft intuitiv. Oft können sie sich an den genauen Wortlaut einer nicht gereimten Zeile nicht erinnern, während gereimte Zeilen fast automatisch folgen.

Reime machen auch einfach Spaß. Kinder haben eine natürliche Freude an Sprachspielen, an der Musik der Sprache. Ein gut gereimter Spruch klingt für Kinderohren befriedigend, komplett, richtig. Diese ästhetische Freude sollte nicht unterschätzt werden - sie ist einer der Gründe, warum Kinder bestimmte Gedichte oder Lieder immer wieder hören wollen.

Weihnachtssprüche für zweisprachige Kinder

In mehrsprachigen Familien stellt sich die Frage: In welcher Sprache soll das Kind den Weihnachtsspruch lernen? Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wenn die Familie in Deutschland lebt und die meisten anwesenden Verwandten Deutsch sprechen, ist ein deutscher Spruch naheliegend. Aber vielleicht gibt es auch Großeltern, die die Herkunftssprache sprechen und sich freuen würden, wenn das Kind etwas in ihrer Sprache vorträgt? In diesem Fall könnte das Kind zwei kurze Sprüche lernen - einen in jeder Sprache. Das ist mehr Arbeit, aber es würdigt beide kulturellen Hintergründe des Kindes.

Manche zweisprachige Familien entwickeln auch kreative Lösungen: Der Spruch wechselt zwischen den Sprachen, jede zweite Zeile in einer anderen Sprache. Oder das Kind trägt denselben Spruch erst in der einen, dann in der anderen Sprache vor. Solche Lösungen feiern die Mehrsprachigkeit als Bereicherung, nicht als Komplikation.

Wichtig ist: Die schwächere Sprache braucht oft mehr Übung. Ein Kind, das zuhause hauptsächlich Türkisch spricht und Deutsch nur im Kindergarten, wird einen deutschen Spruch schwieriger finden als ein deutschsprachiges Kind. Geben Sie diesem Kind mehr Zeit und Unterstützung. Umgekehrt könnte ein deutscher Spruch für ein Kind, das perfekt Deutsch spricht, eine willkommene Herausforderung sein, während ein Spruch in der Familiensprache, die es nur passiv versteht, zu schwierig wäre.

  • Weihnachtssprüche für Kinder

    Weihnachtssprüche für Kinder

Hinweis:

Das ein oder andere Elternteil hat sicherlich schon selbst die Feder geschwungen und Weihnachtssprüche für Kinder verfasst. Sollte dies der Fall sein, dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese Sprüche zur Verfügung stellen könnten. Wir werden diese dann so schnell wie möglich hier veröffentlichen. Spruch eintragen

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