Ob’ s draußen stürmt, ob’ s draußen schneit, das soll …
Ob’ s draußen stürmt, ob’ s draußen schneit, das soll dich nicht betrüben: Ist’ s doch die schöne Weihnachtszeit, die wir alle lieben.
Autor: unbekannt
Was sagt der Spruch aus?
Dieser klassische Weihnachtsspruch stellt einen direkten Kontrast zwischen der rauen, ungemütlichen Witterung draußen und der behaglichen, geschützten Atmosphäre im Inneren her. Er spricht ein universelles Wintergefühl an: Während Sturm und Schnee toben, soll man sich davon nicht niederdrücken lassen. Der Grund dafür ist die besondere Zeit, in der man sich befindet – die Weihnachtszeit. Der Spruch betont, dass die Freude über das Fest und die damit verbundenen Gefühle stärker sind als jedes Unwetter. Es ist eine einfache, aber kraftvolle Ermutigung, sich auf das Positive zu konzentrieren, das die Festtage mit sich bringen.
Welche Botschaft steckt dahinter?
Die zentrale Botschaft lautet: Innere Wärme und Gemeinschaft sind mächtiger als äußere Widrigkeiten. Es geht um die Kraft der Zuversicht und darum, einen sicheren emotionalen Hafen zu schaffen. Der Spruch erinnert uns daran, dass wir die Fähigkeit besitzen, durch eine positive Einstellung und die Konzentration auf schöne Traditionen trübe äußere Umstände zu überstrahlen. Er feiert die Weihnachtszeit als einen kollektiven Ankerpunkt der Freude, den "wir alle lieben" und der uns verbindet, unabhängig davon, was vor der Haustür passiert.
Welche Stimmung erzeugt der Spruch?
Der Spruch erzeugt eine ausgesprochen behagliche und herzliche Stimmung. Er malt das Bild einer "Stube", sei es im wörtlichen oder im übertragenen Sinn, in der Geborgenheit und Sicherheit herrschen. Die rhythmische, fast singende Sprache (durch den Reim "betrüben" / "lieben") verstärkt diesen Eindruck von Tradition und Vertrautheit. Es ist die Stimmung eines lodernden Kamins, während draußen die Elemente toben – ein Gefühl von absoluter, wohliger Sicherheit inmitten der Unbill.
Emotionale Wirkung
Beim Leser löst dieser Text vor allem ein Gefühl der Geborgenheit und Freude aus. Er wirkt tröstend und bestärkend, besonders in stressigen oder ungemütlichen Phasen der Vorweihnachtszeit. Eine leichte Nostalgie wird geweckt, da er an klassische Winter- und Weihnachtsbilder erinnert. Letztlich dominiert aber das positive, fast beschützende Gefühl der Hoffnung und der Vorfreude auf das Fest, das alle äußeren Stürme vergessen lässt.
Moral und Werte
Der Spruch vermittelt allgemein-menschliche Werte ohne explizit religiösen Bezug. Im Vordergrund stehen Zuversicht, Gemeinschaft ("die wir alle lieben") und die bewusste Hinwendung zum Schönen. Es geht um die Wertschätzung für eine besondere Zeit und die darin gepflegten Traditionen. Diese Werte passen perfekt zum Geist von Weihnachten, der sowohl im christlichen als auch im säkularen Kontext oft mit innerer Einkehr, Familiensinn und der Suche nach Licht in der dunklen Jahreszeit verbunden wird.
Ist der Spruch zeitgemäß?
Absolut. Auch wenn moderne "Stürme" selten meteorologischer, sondern eher metaphorischer Natur sind – Stress, Hektik, negative Nachrichten, persönliche Sorgen –, bleibt die Botschaft hochaktuell. Der Spruch wirft die immer relevante Frage auf, wie wir uns emotionale Resilienz bewahren können. Er lädt ein, in einer komplexen Welt bewusst Pausen der Freude und des Miteinanders zu schaffen. Die Sehnsucht nach einem geschützten Raum der Geborgenheit ist heute vielleicht sogar größer denn je.
Realitätsbezug oder Eskapismus?
Der Spruch neigt klar zum Eskapismus, aber in einer positiven, gesunden Form. Er blendet Probleme nicht aus, indem er sie leugnet ("Ob's draußen stürmt..." – sie werden anerkannt), sondern er bietet eine bewusste Gegenstrategie. Es ist die Einladung, sich für einen Moment aus der Unbill zurückzuziehen, um Kraft zu tanken. In diesem Sinne schafft er keine heile Welt, sondern einen temporären Schutzraum, von dem aus man gestärkt hervorgehen kann. Er thematisiert nicht direkt Armut oder Einsamkeit, aber sein Trost kann auch für Menschen in schwierigen Situationen ein Funke Hoffnung sein.
Für welchen Anlass eignet sich der Spruch?
- Für Weihnachtskarten an Familie und Freunde, besonders wenn das Wetter tatsächlich ungemütlich ist.
- Als optimistische Eröffnung oder Gruß in einer persönlichen Weihnachtsmail oder einem Newsletter.
- Unter einen Beitrag auf Social Media, der ein gemütliches Innenraum-Foto (z.B. mit Kerzen, Tannenbaum) zeigt.
- Als Eintrag im Adventskalender oder als kleines Gedicht auf einer Geschenkkarte.
- Für eine festliche Tischkarte bei einem Weihnachtsessen.
Für wen eignet sich der Spruch weniger?
Der Spruch ist weniger passend für sehr formelle oder geschäftliche Kommunikation, wo ein neutralerer Glückwunsch angebrachter wäre. Menschen, die mit Weihnachten schmerzhafte Erinnerungen verbinden oder die Festtage als besonders stressig empfinden, könnten den leicht beschwichtigenden Ton ("das soll dich nicht betrüben") möglicherweise als nicht einfühlsam genug empfinden. In solchen Fällen sind persönlichere, direktere Worte oft die bessere Wahl.
Layout-Vorschläge für Weihnachtskarten
- Klassisch-gemütlich: Der Spruch wird in einer verschnörkelten, aber gut lesbaren Schrift (z.B. eine Schwabacher) zentriert gesetzt. Das Hintergrundbild zeigt ein verschneites Fenster, von innen betrachtet, mit einem Tannenzweig und einer Kerze davor. Draußen sind schemenhaft Schneeflocken zu sehen.
- Modern-kontrastreich: Die linke Kartenhälfte zeigt ein abstraktes, stürmisches Kunstwerk in Grau- und Blautönen. Die rechte Hälfte ist warm in Gold oder Rot gehalten, mit dem Spruch in einer klaren, serifenlosen Schrift. Der Übergang bildet den Kontrast zwischen "draußen" und "drinnen" visuell ab.
- Textlastig und dekorativ: Der Spruch wird zum zentralen grafischen Element. Die Wörter "stürmt" und "schneit" sind in einer leicht verwischten oder unruhigen Typografie gestaltet, während "schöne Weihnachtszeit" in warmer, fester Schrift und vielleicht mit einer kleinen Verzierung (ein Stern statt des Punkts auf dem "i") hervorgehoben wird.
Abschließende Empfehlung
Wähle diesen Spruch genau dann, wenn du ein Gefühl von traditioneller Geborgenheit und optimistischem Trotz vermitteln möchtest. Er ist der perfekte Begleiter für Karten, die in einer stürmischen oder kalten Dezemberwoche verschickt werden, und er funktioniert hervorragend für Menschen, die die klassische, gemütliche Seite von Weihnachten schätzen. Verwende ihn, um zu sagen: "Egal, was gerade um uns herum passiert, in unseren Herzen und in unserem Zuhause halten wir das Licht und die Wärme dieses Festes fest." Er ist weniger ein tiefgründiger philosophischer Spruch, sondern vielmehr eine herzliche, tröstende Umarmung in Textform.
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